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Boerewors und Chardonnay - Ein Jahr in Südafrika
Das Buch zum Leben in Südafrika
über Südafrika

 Das ist schwierig: Wo soll ich anfangen, es gibt so viel zu erzählen?! Im Buch habe ich ja schon über 200 Seiten über das Leben in diesem Land geschrieben...

Hier also noch ein bisschen was, das mir zusätzlich eingefallen ist:
 
Einreise:
Sehr viel Geduld mitbringen. Es wird schon, braucht einfach Zeit.
Der Hund in der Ankunftshalle sucht nach Lebensmitteln, nicht nach Drogen (ok, vielleicht nach beidem). Bei privatem Wurstspezialitäten- und Käseimport, so wie wir, empfehle ich Ablenkungsmanöver, Verstecken, oder Handgepäck beschnüffeln lassen und erst dann den Koffer vom Band holen.
 
Übernachten:
Sicherheit ist Trumpf. Das ist aber schwierig abzuschätzen, angeblich wohnen Touristen auch in Bed&Breakfasts in SOWETO. www.portfoliocollection.com hat eine schöne Auswahl von Bed&Breakfasts in allen Preiskategorien und Landesteilen.
Hilfe beim Organisieren der Reise, kompetente Tipps zu Übernachtungen und Reisen und viel mehr gibt es in deutsch und englisch bei: www.africantwisttravel.com
Im Winter nach Heizung oder Heizdecke fragen – nicht nur in Johannesburg.
 
Verkehr:
Zweimal Pannenblinker aufleuchten lassen heisst „danke“.
Geschwindigkeitskontrollen sind häufig; oft parkieren die Polizisten in einem kleinen Kaff (z.B. in Lesung, auf dem Weg nach Sun City) unter einem schattigen Baum. Deshalb zumindest dort langsam fahren. Oder einen Schnellfahrer verfolgen, dann wird der gebüsst.
In den Städten am besten schön ausschlafen und sich erst dann auf die Piste machen. Der Berufsverkehr, sprich der morgen- und abendliche Stau, sind mühsam. So zwischen 10 und 15 Uhr ist das Weiterkommen bedeutend einfacher.
In Johannesburg wird man dazu erzogen, Zeit im Auto zu verbringen. Interessante Orte sind leider oft ziemlich weit vom Wohnort entfernt. My car is my castle.
Keine Angst vor Strassensperren: Die sind hier recht häufig. Meist prüft die Polizei die Führerausweise, um sicherzustellen, dass alle Verkehrsbussen bezahlt sind.
Wir Ausländer brauchen neben dem nationalen Führerausweis einen internationalen. In der Not geht es aber auch, die Identitätskarte (im Kreditkartenformat) zu zeigen und dazu mit strahlendem Lächeln und breitem Akzent zu sagen: „I’m from Switzerland!“ Meiner Erfahrung nach sind die Polizisten damit sogar glücklicher als mit dem internationalen Ausweis, den sie nicht unbedingt kennen.
 
Strand:
Kleine Kinder an der Leine führen – ok, ok, an der Hand. Die Brandung ist im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend.
In Kapstadt die Meerestemperatur prüfen vor dem Hineinspringen. Nordsee-Gewohnte mögen es als gefahrlos einstufen, alle anderen müssen sich mit Sonnenbaden zufriedengeben.
Affen nicht füttern, die beissen sonst nicht nur ins Hühnerbein.
 
Safari:
Im Auto bleiben. Es kann auch Tiere hinter dem nächsten Busch haben, die man nicht sieht. Die Regel ist keine Schikane, sondern macht Sinn.
Kleider im Zwiebelprinzip anziehen – bzw. auf dem Morning Drive ausziehen. Auf dem offenen Safari-Fahrzeug zieht es. Selten genügt nur ein T-Shirt, auch im Hochsommer braucht man eine Jacke.
Eine Safari im offenen Jeep, angeboten von einer privaten Lodge, ist das Höchste der Gefühle in Sachen Safari. Im Krügerpark drin werden zum Beispiel auch Safaris angeboten, doch die Fahrzeuge sind sehr gross und die Zeiten sind nicht ideal. Die Tiere sind frühmorgens und vor/während der Abenddämmerung am aktivsten, während dem Tag machen viele Wildtiere Siesta und sind dann schwierig zu sehen.
Im Süden des Krügerparks sind die ganz teuren und exklusiven Safari Hotels. Ich empfehle die Kambaku Lodge im Timbavati Reserve: Die Fahrt von Johannesburg dauert ein bisschen länger als nach Sabie, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Lodge ist ausgezeichnet! www.kambakulodge.co.za
Madikwe http://madikwegamereserve.net , Welgevonden www.welgevonden.org oder z.B. Nambiti www.nambiti.com sind private Wildtier-Parks, die näher an Johannesburg liegen als der Krügerpark. Die Tierbeobachtung im Madikwe ist ähnlich wie im Krügerpark, bei den anderen ist sie nicht ganz so gut. Dafür herrscht keine Malaria-Gefahr und die Lodgen sind tendenziell billiger als im Krügerpark.
Der Pilanesberg National Park www.pilanesberg-game-reserve.co.za ist nur rund 2 Stunden von Johannesburg entfernt und wunderschön. Aber eher was für Selbstfahrer, denn wegen den privaten Fahrzeugen fühlt man sich nicht völlig in der Natur und dann sind die privaten Lodges zu teuer.
 
Auswandern:
Möglichst viel über die neue Heimat herausfinden – das Internet ist eine Fundgrube, Bücher sind aber angenehmer zum Lesen und die Qualität ist besser (auf dem Internet kann jeder Mist verbreitet werden).

Gerade habe ich für das Team von Expat-Living.info ein Handbuch für Johannesburg fertig gestellt: the Expat-Living.info Guide to Johannesburg. Auf über 200 Seiten finden sich Tips, Tricks und Kontakte für alles, was man als Ausländer in Johannesburg wissen muss. Dieses Buch hilt Ihnen, Geld, Zeit und Nerven zu sparen!
In Englisch. Erhältlich ist es auf: www.expat-living.info .

Der wohl wichtigste Tipp in Johannesburg: Sicherheit beim Wohnen! Es geht nicht nur ums Einbrechen, sondern um die Gewalt, die dabei angewendet wird.
Zweitwichtigster Tipp: Sich möglichst nahe am Arbeitsplatz und/oder Schule einquartieren! Spart Nerven, Zeit und Geld.
Im Umgang mit Behörden und ähnlichen Institutionen die Geduld nicht verlieren. Höflichkeit hilft, Ausrasten nicht (ich spreche aus Erfahrung!). In Afrika gilt es als pfui pfui, ungeduldig zu sein, und das kann die Angelegenheit nur noch verzögern.
Es hilft, die Passnummern aller Familienangehörigen ins Mobiltelefon zu speichern. In Südafrika arbeiten die Behörden, aber auch viele private Institutionen mit der Identitäts-Nummer der Südafrikaner. Wir liefern stattdessen die Passnummer.
Navigations-Gerät ist prima, aber eine klassische Strassenkarte hilft, die Angebote in der Nachbarschaft auszuchecken. Ich benütze „MapStudio Street Guide Gauteng Central“ (in jeder Buchhandlung erhältlich, auch am Flughafen; die Version mit der Ringbindung nehmen, nicht mit dem harten Buchrücken!), da sind Shopping Malls, Bibliotheken, Hotels, Parks, etc. übersichtlich verzeichnet.
Bei längerer Abwesenheit die Batterie des Autos mittels Kabel an die Steckdose anschliessen. Das Tracking-Gerät, mit dem im Falle eines Diebstahls das Fahrzeug wieder gefunden werden soll, braucht sonst die Energie der Autobatterie komplett auf.
In Südafrika gehören der (oder die mehreren!) Backofen und der Herd zum Haus, nicht aber Spül- und Waschmaschine, Mikrowelle oder sogar der Kühlschrank! Die meisten Einwanderer müssen sich das erst beschaffen. Zum Beispiel bei Hirsch’s (gute Beratung)www.hirschs.co.zaoder Game www.game.co.za.
Das afrikanische Dekor für das neue Heim kann zum Beispiel bequem am Rooftop Market in der Rosebank Mall (nur am Sonntag)www.themallofrosebank.co.za/att_rooftop.htm , im afrikanischen Markt in der Rosebank Mall (jeden Tag)www.themallofrosebank.co.za oder am Markt hinter dem Hartebeesport Dam www.chameleonvillage.co.za erworben werden. In Südafrika wird Kunsthandwerk vom ganzen Kontinent verkauft. Handeln ist erlaubt – bzw. erwartet.
The Private Househttp://www.privatehouseco.co.za/ hat einen ganz tollen modern-organischen Stil. Ich bin ein Fan.
Weylandtswww.weylandts.co.za bietet exotisch-organische Möbel und Accessoires an. Handeln wird hier nicht erwartet...
 
 
 
Ein paar Orte/Dinge, die ich in Johannesburg besonders mag:
 
Restaurants:
Ciao Baby Cucina in der Cedar Square Mall (tolles Sonntags-Brunch-Buffett)www.ciaobabycucina.com/RestaurantContactUs.asp?RestaurantID=35 und in Montecasino (abends geniale Brunnen-Show mit Musik, Licht und Wasserspiel)www.ciaobabycucina.com/RestaurantContactUs.asp?RestaurantID=34
Koi in Sandton (asiatische Küche verschiedener Herkunft) www.koirest.co.za
Moyo (afrikanisches Ambiente und Essen): z.B. in der Melrose Arch Shopping Mall www.moyo.co.za
Alle Cafés in Broadacres: das im Spar, die beiden hinter dem Spar, das französische Café im Garden Shop, Mugg&Beans mit Kindern…
Spur: Restaurantkette, extrem kinderfreundlich = bequem. Die Steaks sollen toll sein (bin keine grosse Fleischesserin, weiss es deshalb nicht). In Broadacres hat es z.B. einen riesigen Spielplatz. www.spur.co.za
Westcliff Hotel: tolle Aussicht, tolles Essen; nachmittags High Tea Zeremonie www.westcliff.co.za
 
Ausgehen:
Montecasino: Restaurants, Musicals, Theater, Kinos, Casino... www.montecasino.co.za
Barnyard Theatre: z.B. in Lonehill oder Cresta www.barnyardtheatre.co.za/all_about.aspx
Konzerte, Galas, Theater, Sportanlässe etc. werden bei Computicket gebucht: www.computicket.com
 
Einkaufen:
Rooftop Market in Rosebank für afrikanisches Kunsthandwerk. www.themallofrosebank.co.za/att_rooftop.htm
„Berliner“ Metzgerei = Tyrolean Meats, für St. Galler Bratwürste, Knackwürste, diverse andere Wurstspezialitäten und Fleisch, nebst vielen deutschen Importen und Bretzel; 248 Northland Deco Park, (nähe Witkoppen Road), Tel. 011 462 0400.
Design Quarter für alles rund um die Einrichtung; neben William Nicol Drive, in Fourways www.designquarter.co.za/home/index.asp
 
Wohnen:
Im Nordosten der Stadt, in der Nähe von Fourways, gibt es eine Ecke mit einer Reihe von Estates (s. Buch): Dainfern, Dainfern Ridge, Dainfern Valley, Cedar Lakes, Fourways Gardens... Wenn’s vom Arbeitsplatz her bequem ist, sind die sehr empfehlenswert. Sicher, schön, Dainfern College (südafrikanische Privatschule), Montessori- und amerikanische internationale Schule nahe, Einkaufs- und Vergnügungsmöglichkeiten in guter Reichweite.
Schulen: Dainfern College: www.dainferncollege.co.za ; Maria Montessori House, Cedar Road, Chartwell: siehe www.samontessori.org.za/0Asch_L2.htm ; amerikanische internationale Schule:www.aisj-jhb.com
 
 
A propos Schule: Keine Angst vor fremdsprachigen Schulen. Kinder lernen schnell neue Sprachen; beschämend schnell, um ehrlich zu sein…
 
 
 
Adressen von Orten bzw. Organisationen, die im Buch erwähnt werden:
1. Kapitel - Restaurant Moyo: in der Melrose Arch Shopping Mall www.moyo.co.za
1. Kapitel - John Platter Wineguide - gibt’s praktisch überall, wo Wein verkauft wird, z.B. auch in den Weinabteilungen der grösseren Pick’n’Pay-Supermärkten. www.johnplatterguide.com
3. Kapitel - Broadacres Superspar: Broadacres Shopping Mall, Cnr of Cedar & Valley Rd.
3. Kapitel – “Berliner” Metzgerei = Tyrolean Meats, 248 Northland Deco Park; Tel. 011 462 0400
3. Kapitel – „Madam & Eve“ Cartoons: erhältlich in Buchläden www.madamandeve.co.za/all_about_madamandeve.html
7. Kapitel – Kambaku Lodge: http://www.kambakulodge.co.za
10. Kapitel – Rob Caskie und Fugitives Drift: www.fugitivesdrift.com
12. Kapitel – International Women’s Club Johannesburg: www.iwcjoburgsa.co.za ; International Women’s Club Cape Town: www.iwccapetown.co.za 
14. Kapitel – Dambisa Moyo: Dead Aid, Why aid is not working and how there is another way for Africa www.dambisamoyo.com/deadaid.html
14. Kapitel – Grameen Bank: www.grameen-info.org
14. Kapitel – Organisation kiva zum Geldverleihen: www.kiva.org   (siehe auch: www.brigitte.de, Suchwort kiva oder Kleinkredit)
 
 
Und zum Schluss noch dies:
WM 2010 in Südafrika
Diese Fragen über Südafrika wurden auf einer südafrikanischen Tourismuswebseite gestellt und vom Webmaster der Seite beantwortet.
Dieser hatte offensichtlich richtig gute Laune!

F: Werde ich in den Straßen Elefanten sehen? (USA)
A: Hängt davon ab, wie viel Alkohol Sie trinken.

F: Ist es sicher, in den Büschen in Südafrika herumzulaufen? (Schweden)
A: Hm - es ist also wahr, was man über die Schweden sagt!?

F: Wie läuft die Zeit in Südafrika? (USA)
A: Rückwärts. Bleiben Sie nicht zu lange, sonst sind Sie zu klein, um allein wieder zurückzufliegen.

F: Gibt es ATMs (Geldautomaten) in Südafrika? Und können Sie mir bitte eine Liste von diesen in Johannesburg, Kapstadt, Knysna und Jeffrey's Bay schicken? (GB)
A: An was ist Ihr letzter Sklave gestorben?

F: Können Sie mir Informationen über Koalabärenrennen in Südafrika schicken? (USA)
A: Aus-tra-li-en ist die große Insel in der Mitte des Pazifiks. Af-ri-ka ist der große dreieckige Kontinent südlich von Europa, wo es keine... ach, vergessen Sie's. Sicher, Koalabärenrennen finden jeden Dienstagabend in Hillbrow statt. Kommen Sie nackt.

F: Welche Richtung ist Norden in Südafrika? (USA)
A: Sehen Sie nach Süden und drehen Sie sich dann um 180 Grad.

F: Kann ich Besteck in Südafrika einführen? (UK)
A: Wieso? Nehmen Sie doch die Finger, genau wie wir.

F: Gibt es Parfum in Südafrika? (Frankreich)
A: Nein, brauchen wir nicht. WIR stinken nicht!

F: Können Sie mir die Regionen in Südafrika nennen, wo es weniger Frauen gibt als Männer? (Italien)
A: Ja, in Nachtclubs für Schwule.

F: Feiern Sie Weihnachten in Südafrika? (Frankreich)
A: Gelegentlich - das heißt ungefähr einmal im Jahr.

F: Gibt es die Beulenpest in Südafrika? (Deutschland)
A: Nein. Aber bringen Sie sie doch mit!

F: Werde ich dort Englisch sprechen können? (USA)
A: Sicher - wenn Sie diese Sprache beherrschen, können Sie sie auch dort sprechen.

F: Bitte schicken Sie mir eine Liste mit den Krankenhäusern, die ein Serum gegen Klapperschlangenbisse besitzen. (USA)
A: Klapperschlangen gibt es nur in A-me-ri-ka, wo Sie herkommen. In Südafrika gibt es nur vollkommen harmlose Schlangen - diese können sicher gehandhabt werden und eignen sich hervorragend als Spielkameraden für Hamster und andere Haustiere.

F: Gibt es Supermärkte in Kapstadt, und gibt es das ganze Jahr über Milch? (Deutschland)
A: Nein, wir sind eine Nation von streng veganischen Beerensammlern. Milch ist bei uns illegal.

F: Regnet es eigentlich in Südafrika? Ich habe im Fernsehen noch nie gesehen, dass es regnet. Wie wachsen dort dann die Pflanzen? (UK)
A: Wir importieren alle Pflanzen voll ausgewachsen und buddeln sie hier ein. Dann schauen wir zu, wie sie langsam eingehen.
 
 
 
Das war’s für heute, Leute; viel Spass und viel Glück bei den Auswanderungs- und Reiseplänen!
 
Herzliche Grüsse -
Barbara Brühwiler


Bitte bestellen Sie das Buch hier: http://www.ein-jahr-in-suedafrika.com/page3.php . Viel Vergnügen beim Lesen!



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